Klassifizierung von Adipositas: Was bedeuten die verschiedenen Typen?
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Die größte Epidemie der modernen Zeit… Adipositas! Sie bedeutet nicht einfach nur „Übergewicht“, sondern ist eine chronische Erkrankung, die das Gleichgewicht des Körpers auf vielfältige Weise stört und die Lebensqualität negativ beeinflusst.
Heute haben Fortschritte in der modernen Medizin neue Ansätze zur Bewertung von Adipositas hervorgebracht. Bei der Diagnose berücksichtigen Fachärzte nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Fettverteilung, Gesundheitsrisiken und Begleiterkrankungen.
Mit der Weiterentwicklung der Diagnosekriterien wurde Adipositas in verschiedene Unterkategorien eingeteilt. Heute wird Adipositas nach unterschiedlichen Klassen und Typen diagnostiziert und behandelt.
Die häufigste Methode zur Klassifizierung von Adipositas ist der Body-Mass-Index (BMI). Eine weitere wichtige Methode basiert auf der Fettverteilung.
Der BMI wird berechnet, indem das Körpergewicht durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Nach international anerkannten Klassifikationen:
| BMI-Wert | Klassifizierung |
|---|---|
| 18,5 – 24,9 | Normalgewicht |
| 25 – 29,9 | Übergewicht |
| 30 – 34,9 | Adipositas Grad 1 |
| 35 – 39,9 | Adipositas Grad 2 |
| 40 und höher | Adipositas Grad 3 (Morbid Adipositas) |
Einige Quellen definieren zusätzlich weitere Kategorien für fortgeschrittene Formen der Adipositas:
-BMI über 50: Super-Adipositas
-BMI über 60: Super-Super-Adipositas
Ein weiterer wichtiger Ansatz konzentriert sich darauf, wo das Fett im Körper gespeichert wird. Bestimmte Fettverteilungsmuster können metabolische Risiken erheblich erhöhen.
Bei diesem Typ konzentriert sich die Fettansammlung auf den Oberkörper, insbesondere auf Taille, Bauch und Brustbereich.
Aufgrund des hohen Anteils an Bauchfett gilt dieser Typ als besonders riskant hinsichtlich Diabetes, Insulinresistenz und Herzerkrankungen. Studien zeigen, dass diese Form häufiger bei Männern vorkommt.
Bei diesem Typ konzentriert sich die Fettansammlung auf den Unterkörper, insbesondere auf Hüften, Oberschenkel und Beine.
Obwohl die metabolischen Risiken im Vergleich zur apfelförmigen Adipositas geringer sind, kann sie dennoch zu Gelenk- und Bewegungsproblemen führen. Studien zeigen, dass diese Form häufiger bei Frauen vorkommt.
Obwohl der BMI ein praktisches Messinstrument ist, spiegelt er nicht immer den tatsächlichen Gesundheitszustand einer Person wider. Beispielsweise können Sportler aufgrund ihrer hohen Muskelmasse einen hohen BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist.
Deshalb berücksichtigen Ärzte heute zusätzlich:
Morbide Adipositas bezeichnet in der Regel Fälle mit einem BMI über 40. In diesem Stadium kann Adipositas zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen.
Zu den Risiken der morbiden Adipositas gehören:
Zusätzlich kämpfen viele Patienten mit psychischen Belastungen.
Daher sind ein multidisziplinärer Ansatz und ärztliche Betreuung bei fortgeschrittener Adipositas von großer Bedeutung.
Adipositas ist keine eindimensionale Erkrankung. BMI, Fettverteilung und Begleiterkrankungen bestimmen den Typ und den Schweregrad der Adipositas. Deshalb spielt die richtige Klassifizierung eine entscheidende Rolle bei der Erstellung eines individuellen Behandlungsplans.
Frühzeitige Änderungen des Lebensstils, regelmäßige Kontrollen und professionelle Unterstützung bieten große Vorteile, um das Fortschreiten der Adipositas zu verhindern.
Während dieses gesamten Prozesses erstellen wir einen individuellen Gesundheitsplan, der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, und begleiten Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg im Kampf gegen Adipositas. Von der Vorbereitung auf die Operation bis zur Nachsorge stehen wir Ihnen jederzeit zur Seite. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.